Finanzen - Wiesbaden:Kommunen: Ähnlich starkes Minus wie in der Finanzkrise

Direkt aus dem dpa-Newskanal

Wiesbaden (dpa/lhe) - Die hessischen Kommunen haben in den ersten drei Quartalen des Corona-Jahres 2020 ähnlich große finanzielle Einbußen verzeichnen müssen wie während der Finanzkrise 2010. Insgesamt haben die Kommunen bis Ende September rund 1,5 Milliarden Euro weniger eingenommen als im Vergleich zum Vorjahr, wie das Statistische Landesamt am Montag in Wiesbaden mitteilte. Der Finanzierungssaldo der ersten drei Quartale dieses Jahres zeige, dass die Ausgaben um sieben Prozent gestiegen, die Einnahmen aber um vier Prozent gesunken seien. Den Statistikern zufolge ist vor allem ein starker Rückgang der Gewerbesteuereinnahmen in Folge der Corona-Pandemie für das Defizit verantwortlich.

Nach Angaben des Landesamtes hat die Stadt Frankfurt mit mehr als einer halben Milliarde Euro den stärksten Einbruch bei den Einnahmen insgesamt verzeichnet. Die Mainmetropole sei allein für ein Drittel des gesamten Defizits aller Kommunen verantwortlich.

Ein weniger deutliches Minus verzeichneten den Statistikern zufolge Wiesbaden, Darmstadt und Offenbach, die zusammen rund 166 Millionen Euro weniger einnahmen. Landesweit hätten nur 26 Prozent aller Kommunen einen Überschuss von zusammen rund 353 Millionen Euro erzielt, hieß es.

Zur SZ-Startseite

Lesen Sie mehr zum Thema

Süddeutsche Zeitung
  • Twitter-Seite der SZ
  • Facebook-Seite der SZ
  • Instagram-Seite der SZ
  • Mediadaten
  • Newsletter
  • Eilmeldungen
  • RSS
  • Apps
  • Jobs
  • Datenschutz
  • Kontakt und Impressum
  • AGB