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Finanzen:Umfrage: Anleger-Mehrheit im Rückblick mit 2020 zufrieden

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Bielefeld (dpa/tmn) - Die Mehrheit der Geldanleger in Deutschland ist trotz der Corona-Krise mit der Entwicklung ihrer Anlagen im Jahr 2020 zufrieden. Laut einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Kantar im Auftrag des Bundesverbandes deutscher Banken bewerten 57 Prozent die Wertentwicklung positiv. Ende 2019 waren es nur 41 Prozent.

Auch der Anteil der Anleger an der Bevölkerung in Deutschland ist im Jahr 2020 gestiegen: Hatten Ende 2019 mit 46 Prozent weniger als die Hälfte überhaupt Geld in irgendeiner Form angelegt, so ist dieser Anteil bis Ende 2020 auf 53 Prozent angestiegen.

Gute Stimmung an den Börsen

Für Aktionäre zumindest scheint 2020 versöhnlich zu enden. Der deutsche Aktienindex Dax stieg am Montag kurz nach Handelsbeginn auf 13 795,37 Punkte und damit auf den höchsten Stand seiner Geschichte. Seit dem Corona-Tief im März gewann der Index etwa 67 Prozent hinzu.

Auch andere Börsenindizes wie der US-amerikanische Dow Jones haben ihre Verluste, die die Corona-Pandemie ausgelöst hat, weitgehend wieder wett gemacht. Erfreuen wird das vor allem Anleger, die auf Wertpapiere gesetzt haben.

Fonds und Aktien bei Anlegern gefragt

Im Jahr 2020 waren dies laut der Umfrage nicht wenige: Bei den bevorzugten Anlageformen lagen Fonds (45 Prozent) ganz vorne, gefolgt von Sparplänen (42 Prozent). Aktien (35 Prozent) kamen auf Platz drei vor Immobilien (27 Prozent), Tagesgeld (24 Prozent) und Festgeld (20 Prozent).

Interessant: Im Jahr 2021 mehr Geld in Fondsanteile (52 Prozent) oder in Aktien (49 Prozent) zu investieren kann sich immerhin jeweils fast die Hälfte der Anleger vorstellen. Dabei ist die Risikoneigung der meisten weiterhin gering: 85 Prozent der Befragten neigen selbst bei größeren Renditechancen auch künftig "gar nicht" (58 Prozent) oder "eher nicht" (27 Prozent) zu mehr Risiko bei der Geldanlage.

Für die repräsentative Umfrage wurden von Kantar 1001 Bundesbürger ab 18 Jahren zwischen dem 10. und 17. Dezember telefonisch befragt.

© dpa-infocom, dpa:201228-99-831365/2

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