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Finanzen - Mainz:Land achtet bei Finanzanlagen auf Klima und Ethik

Deutschland
Doris Ahnen (SPD), rheinland-pfälzische Finanzministerin, gestikuliert bei der Debatte im Landtag. Foto: Andreas Arnold/dpa (Foto: dpa)

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Mainz (dpa/lrs) - Rheinland-Pfalz will das für die Altersversorgung der Beamten zurückgelegte Geld künftig nur noch in Wertpapieren anlegen, die im Einklang mit Klimaschutz und ethischen Grundsätzen stehen. Der Haushalts- und Finanzausschuss des Landtags stimmte am Donnerstag den vom Finanzministerium vorgelegten Richtlinien für die Anlage von Mitteln zur Versorgungsrücklage des Landes zu. "Die neuen Anlagegrundsätze orientieren sich im Rahmen einer langfristigen Anlagestrategie an den Zielen der Werthaltigkeit, Sicherheit und Nachhaltigkeit", erklärte Finanzministerin Doris Ahnen (SPD).

Das Land will unter anderem in ein Aktienportfolio investieren, das nach Nachhaltigkeitskriterien aufgestellt wurde und dessen Verwaltung die Deutsche Bundesbank übernimmt. Ausgeschlossen seien Papiere von Unternehmen, "deren Geschäftsmodell beispielsweise schwerpunktmäßig auf der Gewinnung fossiler Brennstoffe bzw. auf Energieerzeugung aus fossilen Brennstoffen beruht", teilte das Finanzministerium mit. Dies gelte auch für "eine Investition in ethisch fragwürdige Geschäftsfelder". Die Rücklage für die Altersversorgung der Beamten umfasst aktuell Mittel von rund 537 Millionen Euro. Bis zum Jahr 2025 sollen insgesamt 110 Millionen Euro am Aktienmarkt angelegt werden.

Für die Mittel von Landesstiftungen gibt es bereits Anlagerichtlinien, in denen Nachhaltigkeitsaspekte berücksichtigt werden. Die Konzepte seien allerdings nicht vollständig deckungsgleich, weil es noch keine allgemeine Definition für nachhaltige Finanzanlagen gebe, erklärte eine Sprecherin.

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