Finanzen:FDP-Mann Christ soll zur Commerzbank

Von Reuters, Berlin/Frankfurt

Der frühere FDP-Schatzmeister und langjährige Banker Harald Christ soll Insidern zufolge 2023 in den Aufsichtsrat der Commerzbank einziehen. Das Finanzministerium wolle den 50-Jährigen als Vertreter des Bundes dorthin entsenden, sagten mit der Angelegenheit vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters. Der Spiegel hatte zuvor berichtet. Christ war in der Vergangenheit unter anderem für die Bausparkasse BHW, die Deutsche Bank und die Versicherung Ergo tätig. In der Politik ist das langjährige SPD-Mitglied gut vernetzt. 2020 trat er in die FDP ein und war bis April 2022 deren Bundesschatzmeister. Der Bund ist mit 15,6 Prozent größter Anteilseigner der Commerzbank. Die Beteiligung geht auf die Rettung in der Finanzkrise 2009 zurück. Ein Ausstieg ist nicht gelungen, auch weil sich dies für den Bund finanziell nicht gerechnet hat. Die Commerzbank steht derzeit vor der zweiten Phase des Umbaus, der das Institut wieder auf Gewinnkurs bringen soll. Am Wochenende wurde bekannt, dass der ehemaliger Bundesbank-Präsident Jens Weidmann zur Wahl in den Aufsichtsrat vorgeschlagen werden und dessen Vorsitz übernehmen soll.

© SZ vom 25.11.2022 - Rechte am Artikel können Sie hier erwerben.
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