UBS-Chef Sergio Ermotti "Wir sind nicht die Steuerpolizei"

Sergio Ermotti, 55, ist seit vielen Jahren Bankmanager. Vor fünf Jahren kam er zur UBS, einer der größten Banken der Welt.

(Foto: Stephan Rumpf)

Sergio Ermotti, der Vorstandsvorsitzende der Großbank UBS, im Gespräch über den Umgang mit vermögenden Kunden und die Flüchtlingspolitik in Europa.

Interview von Marc Beise und Andrea Rexer

In Brüssel streiten die Regierungschefs über die Flüchtlingspolitik, in Frankfurt versucht die Europäische Zentralbank mit immer niedrigeren Zinsen das Wachstum anzukurbeln. Die Banken arbeiten im schwierigem Umfeld, von den selbstgemachten Problemen und Skandalen ganz zu schweigen. Der Vorstandsvorsitzende der Schweizer Großbank UBS ist entsprechend "sehr besorgt".

SZ: Herr Ermotti, Europa redet nur noch über Flüchtlinge. Ihre Familie hat Migrationshintergrund, bewegt Sie deshalb das Thema besonders?

Sergio Ermotti: Mein Großvater kam vor mehr als 100 Jahre aus Italien ins Tessin, das ...