Finanzbranche:Banken nutzen Steueroasen

Viele europäische Banken machen laut einer neuen Studie einen signifikanten Teil ihrer Gewinne in Steueroasen. Die Europäische Beobachtungsstelle zur Steuerpolitik fand bei einer Untersuchung von 36 großen Finanzinstituten heraus, dass diese im Schnitt 20 Milliarden Euro Gewinn pro Jahr in Steueroasen verbuchen. Das entspricht laut der Studie 14 Prozent der gesamten Gewinne vor Steuern. Es gebe Hinweise darauf, dass Institute wie die Deutsche Bank oder die Commerzbank Gelder in Steueroasen verlegten, um weniger Steuern zu zahlen, so die Forscher. Sie klassifizierten 17 Gebiete wie die Bahamas, aber auch EU-Länder wie Irland, Malta oder Luxemburg wegen ihrer niedrigen Steuersätze als Oasen.

Die Europäische Beobachtungsstelle zur Steuerpolitik wird von der EU mitfinanziert und sitzt an der Wirtschaftsuni École d'Économie de Paris.

© SZ vom 07.09.2021 / dpa
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