Computerspiel-Serie:EA Sports und die Fifa beenden Zusammenarbeit

Lesezeit: 2 min

Computerspiel-Serie: Die FIFA-Reihe ist weltbekannt, der Hersteller prangt auch im echten Fußball als Sponsor auf vielen Trikots.

Die FIFA-Reihe ist weltbekannt, der Hersteller prangt auch im echten Fußball als Sponsor auf vielen Trikots.

(Foto: Stu Forster/Getty Images)

Schon lange gab es Gerüchte, nun bestätigt der Entwickler: Die Fußballreihe "FIFA" wird künftig anders heißen. EA Sports geht damit einen neuen Weg - und will viele Veränderungen bringen.

Die Fußballsimulationsreihe "FIFA" bekommt ab 2023 einen neuen Namen. Wie Entwickler Electronic Arts in einem Blogeintrag mitteilte, heißt das Spiel künftig "EA Sports FC". Die jahrzehntelange Kooperation mit dem Fußballweltverband wird beendet.

Für die Spieler wird es einige Änderungen geben: Sollte es nicht doch noch eine andere Einigung geben, werden sie in der Software keine Fußball-Weltmeisterschaften nachspielen können. Alles, was die bisherigen Spiele ausgemacht habe, sei weiterhin vorhanden, heißt es in dem Blogeintrag. Man arbeite weiter mit offiziellen Lizenzpartnern aus dem Profifußball zusammen - etwa für Ligen, Spieler, Stadien und Fußballvereine. In diesem Herbst soll noch eine Version zusammen mit der Fifa erscheinen. Der Entwickler spricht vom "größten FIFA aller Zeiten".

Wie der Spiegel berichtet, sind Lizenzverhandlungen nicht nur am Geld gescheitert. "Es ist wichtig, dass wir die Freiheit haben, möglichst beeindruckende Erlebnisse zu erschaffen", zitiert der Spiegel den Markenverantwortlichen David Jackson von EA Sports. So könne man aufgrund der Lizenz etwa nicht mit Drittfirmen eigenständige Deals eingehen. Für die Entscheidung, nicht mehr mit der Fifa zusammenzuarbeiten, gebe es kein Zurück mehr.

Bislang zahlte EA Sports 150 Millionen Dollar pro Jahr für die Lizenz - die Fifa wollte nun offenbar mehr als das Doppelte

Der Fußball-Weltverband Fifa erklärte am Abend, er wolle seine Rechte nicht mehr exklusiv an einen einzelnen Spieleentwickler vergeben. "Die kürzlich bestätigte Verlängerung mit EA Sports ist eine neue Vereinbarung, die Rechte nur für die Kategorie Fußballsimulationen gewährt und breitere Spielrechte für die Fifa und verschiedene Spieleherausgeber freigibt", hieß es. So wären etwa Kooperationen mit Spielen wie Fortnite oder Virtual-Reality- oder Augmented-Reality-Erfahrungen denkbar. Der Weltverband betonte, bereits im Oktober 2021 angekündigt zu haben, dass er beabsichtige, mit einer Reihe von Partnern zusammen zu arbeiten, anstatt alle Gaming- und E-Sports-Rechte langfristig exklusiv bei einem Partner zu binden.

Die New York Times berichtete, die Verhandlungen um die Verlängerung der Partnerschaft seien unter anderem an der Geldfrage gescheitert. Die Fifa habe mehr als das Doppelte des bisherigen Betrags von 150 Millionen Dollar pro Jahr haben wollen. EA habe sich auch nicht darauf einlassen wollen, dass die Fifa Lizenzen auf ihren Namen auch in Online-Spielen wie Fortnite verkaufen wollte.

Die Fußballsimulation "FIFA" gehört laut Branchenverband game seit Jahren zu den meistverkauften Spielen in Deutschland. Um das Spiel hat sich ein breites E-Sport-Ökosystem entwickelt, bei dem auch die DFL und viele deutsche Fußballvereine stark involviert sind. Die Reihe besteht seit 1993, als das erste Spiel namens "FIFA International Soccer" für die Konsole Sega Mega Drive erschien.

Zur SZ-Startseite
Gaming 2022

SZ PlusGames
:Wir Spieler

Kaum jemand spricht über Videospiele, dabei zocken inzwischen drei Milliarden Menschen. Wie verändert das eine Gesellschaft? Über eine stille Revolution.

Lesen Sie mehr zum Thema

Süddeutsche Zeitung
  • Twitter-Seite der SZ
  • Facebook-Seite der SZ
  • Instagram-Seite der SZ
  • Mediadaten
  • Newsletter
  • Eilmeldungen
  • RSS
  • Apps
  • Jobs
  • Datenschutz
  • Kontakt und Impressum
  • AGB