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Zum Tod von Ferdinand Piëch:Der letzte Autokrat

Ferdinand Piech auf der IAA in Frankfurt 2013

Ferdinand Piëch prägte den Volkswagen-Konzern jahrzehntelang.

(Foto: Boris Roessler/dpa)

Ferdinand Piëch hat VW zum größten Autobauer der Welt gemacht und den Konzern mit eiserner Hand geführt. Er soll auch eine verzeihende Seite gehabt haben. Und zwölf Kinder. Oder waren es 13?

Ferdinand Piëch brauchte keine langen Sätze und schon gar keine laute Stimme. Im Gegenteil: Je kürzer die Sätze des Legasthenikers wurden und je leiser er sie vor sich hin murmelte, desto sicherer konnten seine Zuhörer sein: Achtung, das Orakel hat Wichtiges mitzuteilen. Zum Beispiel bei der Pariser Automesse im September 2010. Kurz vorher war durchgesickert, was der Milliardär, VW-Patriarch und Herrscher über ein weit verzweigtes Autoimperium für die Zeit danach plante. Im Falle seines Todes sollte sein Konzernerbe an seine Ehefrau gehen. Ursula Piëch, geborene Plasser, genannt Uschi, winkt ab an jenem Abend vor neun Jahren. Man rede über etwas, "was in 30 bis 40 Jahren passiert", sagt sie. Und ihr Mann, damals 73, presst durch seine dünnen Lippen diesen einen kurzen Satz: "So lang geht das nicht."

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