Neue Regeln:US-Notenbanker dürfen keine Aktien einzelner Unternehmen mehr kaufen

US-Notenbank

Der Hauptsitz der Federal Reserve in Washington D.C.

(Foto: Pablo Martinez Monsivais/dpa)

Damit solle schon der Anschein von Interessenskonflikten vermieden werden, sagt US- Notenbankchef Jerome Powell. Grund für die Maßnahme sind Insidergeschäfte mehrerer Fed-Angestellter.

Führende US-Notenbanker dürfen künftig keine Aktien einzelner Unternehmen mehr kaufen. Die Federal Reserve, die Zentralbank der USA, hat neue Regeln für die Finanzmarktgeschäfte ihrer leitenden Mitglieder erlassen. Demnach sind auch Anleihen einzelner Unternehmen tabu, genauso wie einzelne Anleihen und Derivate. Erlaubt sind lediglich diversifizierte Investments wie zum Beispiel Fonds.

"Diese strengen neuen Regeln setzen neue Maßstäbe, um der Öffentlichkeit, der wir dienen, zu versichern, dass alle unsere ranghohen Vertreter sich ausschließlich auf den öffentlichen Auftrag der Federal Reserve konzentrieren", sagte Notenbankchef Jerome Powell. Allein schon der Anschein eines Interessenskonflikts solle vermieden werden.

Als weitere Vorsichtsmaßnahme müssten die Betroffenen geplante Transaktionen künftig in aller Regel 45 Tage vorher anmelden und diese genehmigen lassen. Außerdem müssen die Fed-Mitglieder ihre Investments grundsätzlich mindestens ein Jahr halten.

Vor etwa sechs Wochen hatten Berichte über die Finanzmarktgeschäfte hochrangiger Fed-Mitglieder für Empörung gesorgt. Zwei der zwölf Präsidenten regionaler Fed-Ableger traten in diesem Zusammenhang zurück. Dabei ging es um ihre Investitionen im Jahr 2020, als die Fed mit massiven Konjunkturhilfen die Auswirkungen der Corona-Pandemie abzumildern versuchte.

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