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Fakten zum Valentinstag:Blumen und Ballerspiele

Der Tag der Liebe? Einem Drittel der Deutschen ist der Valentinstag laut Umfrage egal.

(Foto: Hartmut Pöstges)

Wie viele Amerikaner feiern den Valentinstag eigentlich? Wie viel Geld geben die Deutschen für die Liebsten aus? Und wie viel Umsatz machen Floristen? Skurriles und Wissenswertes zum Tag der Liebe.

Von Charlotte Dietz

Floristen wollen am Tag der Liebe verdienen, Hersteller von Ballerspielen aber auch. In München geben die Menschen besonders viel für die Liebsten am Valentinstag aus - und eine Psychologin gibt per Hotline Tipps für verprellte Herzen und frustrierte Verliebte. Sieben Fakten zum Valentinstag im Überblick:

1. Die Deutschen geben im Schnitt 41 Euro für die Liebste und den Liebsten am Valentinstag aus. Die romantischste Stadt - ist München: Hier sind die Menschen bereit, etwa 52 Euro für den Tag der Liebe hinzublättern.

2. Etwa ein Drittel der Deutschen will am Valentinstag etwas verschenken, zeigt eine Meinungsumfrage.

3. In den USA, wo der Hype herkommt, verliert der Tag an Beliebtheit: Nur gut die Hälfte der Amerikaner wollen ihn feiern, letztes Jahr waren es noch 60 Prozent.

4. 120 bis 130 Millionen Euro setzten Floristen in den vergangenen Jahren an den Tagen um den 14. Februar um - doppelt so viel wie an normalen Tagen.

5. Was der Florist kann, können wir auch, denken sich manche Verkäufer - und versuchen, ihre Produkte auf Liebe zu münzen. Besonders anschaulich machte das ein Edeka, wie das Wirtschaftsmagazin Brand Eins herausgefunden hat:

Auch der Tierfutterverkäufer Fressnapf weiß den Valentinstag zu nutzen und wirbt mit Rabatten auf Hundezwinger bis Katzenklo. Bei so viel Liebe und Zärtlichkeit, bietet das Videospiel Grand Theft Auto V von Rockstar ein Gegenprogramm: "Valentine's Day Massacre Special" mit neuen Waffen und Missionen.

6. Facebook sagt dir, wie lange deine Beziehung hält: "Die Hälfte der Beziehungen, die länger als drei Monate überleben, halten bis vier Jahre oder länger". Das Netzwerk nutzt seine Datenfülle und misst die Beziehungslänge anhand der Statusangaben seiner Nutzer - sie können dort von "Single" auf "in einer Beziehung" wechseln.

7. Rat bei Herzschmerz gibt die Münchner Psychologin Sandra Neumayr. Sie bietet deutschlandweit kostenlos vom 13. bis zum 15. Februar mit ihrer Valentinshotline Verliebten Hilfe an. "Viele Anrufer befürchten ein schweigsames Valentinsdinner, weil sie sich einfach nichts mehr zu sagen haben. Sehr viele fragen auch, ob ein Geschenk wirklich Pflicht ist oder haben Angst, dem Anderen nur etwas wert zu sein, wenn das Geschenk teuer genug ist. Viele möchten aber auch wissen, wie sie ihre Liebe gestehen sollen", sagt Neumayr. "Ich rate dann: Den Anderen auf keinen Fall überfallen - eine dezente Aufmerksamkeit reicht."

© Süddeutsche.de/lala/sana

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