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Facebook-Gründer:Er will die Ungleichheit wieder gutmachen, die er selbst generiert hat

45,5 Milliarden Euro beträgt das Vermögen von Mark Zuckerberg. Der Journalist Davon Maloney wirft in einem Kommentar für den Guardian die Frage auf, ob ein so wohlhabender Mann nicht sowieso schon ein Stück weit für die Ungleichheit auf der Welt verantwortlich ist - und das nun ein Stück weit wieder gutmachen will.

"Kann Philantrophie die Auswirkungen wieder gutmachen, die der Wohltäter schon allein durch das Anhäufen riesiger Mengen von Geld, Informationen und Macht auf die globale Gesellschaft ausgeübt hat?"

Maloney führt weiter aus, dass auch Zuckerberg selbst in Zukunft weiterhin genau die Ungleichheit produzieren werde, die er nun mit seiner Stiftung zu bekämpfen vorgebe, beispielsweise indem er "68 Prozent Männer und weniger als 50 Schwarze in einem Unternehmen mit mehr als 10 000 Angestellten" beschäftige.

Jeff Jarvis: Zuckerberg will die Welt verbessern

Deutlich positiver reagierten am Dienstag viele Prominente auf die Spenden-Ankündigung Zuckerbergs. Arnold Schwarzenegger und Shakira klickten schnell auf "gefällt mir", Facebook-Geschäftsführerin Sheryl Sandberg gratulierte via Facebook zu Geburt und Spende und das erste, was Melinda und Bill Gates einfiel, sei schlicht "Wow" gewesen.

Der Journalist Jeff Jarvis wandte sich am Dienstag über Twitter an alle Zuckerberg-Kritiker und zeigte sich überzeugt: Mark Zuckerberg will mit seiner Spende die Welt verbessern.

Das Wettspenden der Milliardäre geht weiter

Es ist nicht das erste Mal, das Mark Zuckerberg eine große Summe seines Vermögens spendet. Bereits vor fünf Jahren schloss er sich genau wie viele andere Milliardäre der 2010 von Bill Gates initiierten "The Giving Pledge"-Kampagne an. Durch die Teilnahme verpflichten sich Wohlhabende dazu, einen großen Teil ihres Vermögens für wohltätige Zwecke zu spenden. Wie viel das im Endeffekt ist, überlässt "The Giving Pledge" jedoch jedem Milliardär persönlich.

Die Kampagne wurde damals von dem deutschen Millionär Peter Krämer mit ähnlichen Arguemten kritisiert wie nun die Spenden-Ankündigung Zuckerbergs:

"Man kann in den USA bis zu einem hohen Grad Spenden von den Steuern abziehen. So haben die Reichen die Wahl: Möchte ich lieber spenden oder Steuern zahlen? Die Spender nehmen den Platz des Staates ein. Das ist inakzeptabel."

Mit der Ankündigung, er wolle 99 Prozent seiner Facebook-Anteile spenden, übertrifft Zuckerberg nun sogar das Ehepaar Gates. Die hatten sich 2010 dazu verpflichtet, mindestens 95 Prozent ihres Vermögens zu spenden - und das gegenseitige Überbieten wird damit kaum zu Ende sein.

Er spendet nicht 45 Milliarden auf einmal, sondern eine Milliarde jährlich

Zuckerberg hat keineswegs vor, die 45 Milliarden Dollar auf einen Schlag zu spenden. Das Geld wird vielmehr ratenweise an seine Initiative überwiesen: In den nächsten drei Jahren soll es jährlich jeweils bis zu eine Milliarde sein - so dass im Laufe ihres Lebens alle Facebook-Anteile gespendet seien, gab Facebook bekannt.

Doch auch nach 45 Jahren wird Zuckerberg kaum befürchten müssen, seiner neu geboren Tochter kein ausreichend großes Finanzpolster hinterlassen zu können: Schließlich ist allein das eine Prozent seiner Anteile gegenwärtig rund 450 Millionen Euro wert. Der New-York-Times-Journalist Nicholas Kristof muss sich also keine Sorgen um das Wohlergeben des Neugeborenen machen:

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Facebook: Gefällt Ihnen Zuckerbergs Großzügigkeit?

Mark Zuckerberg will 99 Prozent seiner Facebook-Aktien im Wert von 45 Milliarden Dollar spenden - anlässlich der Geburt seiner Tochter. Ist das mehr als nur eine noble Geste?