GeldpolitikEZB belässt Leitzins unverändert bei 2,0 Prozent

Lesezeit: 2 Min.

Das Gebäude der Europäischen Zentralbank in Frankfurt.
Das Gebäude der Europäischen Zentralbank in Frankfurt. Boris Roessler/dpa

Die Inflation einigermaßen im Griff, der Ausgang des Zollstreits mit den USA offen. Europas Notenbank macht eine Zinspause.

Von Markus Zydra, Frankfurt

Die Europäische Zentralbank hat entschieden, die Leitzinsen nicht weiter abzusenken. „Wir denken, dass der Inflationsschock der Vergangenheit hinter uns liegt, wir müssen sehen, was jetzt auf uns zukommt“, sagte EZB-Präsidentin Christine Lagarde am Donnerstag in Frankfurt. Die Währungshüter beließen den für die Geldpolitik wichtigsten Leitzins, den Einlagensatz, bei 2,0 Prozent. Die Notenbank hatte die Leitzinsen binnen zwölf Monaten im Rekordtempo von 4,0 Prozent im Juni 2024 auf aktuell 2,0 Prozent abgesenkt. Ein Grund für den Zinssenkungsstopp ist die Inflationsrate, die im Juni mit 2,0 Prozent exakt dem Zielwert der Notenbank entsprach. Im nächsten Jahr könne die Inflation sogar unter diesen Wert fallen, sagte Lagarde und verwies auf die entsprechende Prognose der EZB. Allerdings werde man sich von solch kleinen Zielabweichungen nicht beeinflussen lassen. Es ist derzeit offen, ob die EZB in diesem Jahr noch einmal an der Zinsschraube drehen wird.

Zur SZ-Startseite

EZB-Präsidentin Christine Lagarde
:Inflation heute schwieriger zu bekämpfen als früher

EZB-Präsidentin Christine Lagarde warnt aufgrund der weltpolitischen Lage vor künftig stark schwankenden Preisen.

SZ PlusVon Markus Zydra

Lesen Sie mehr zum Thema

  • Medizin, Gesundheit & Soziales
  • Tech. Entwicklung & Konstruktion
  • Consulting & Beratung
  • Marketing, PR & Werbung
  • Fahrzeugbau & Zulieferer
  • IT/TK Softwareentwicklung
  • Tech. Management & Projektplanung
  • Vertrieb, Verkauf & Handel
  • Forschung & Entwicklung
Jetzt entdecken

Exklusive Gutscheine für SZ-Abonnenten: