Die Europäische Zentralbank hat entschieden, die Leitzinsen nicht weiter abzusenken. „Wir denken, dass der Inflationsschock der Vergangenheit hinter uns liegt, wir müssen sehen, was jetzt auf uns zukommt“, sagte EZB-Präsidentin Christine Lagarde am Donnerstag in Frankfurt. Die Währungshüter beließen den für die Geldpolitik wichtigsten Leitzins, den Einlagensatz, bei 2,0 Prozent. Die Notenbank hatte die Leitzinsen binnen zwölf Monaten im Rekordtempo von 4,0 Prozent im Juni 2024 auf aktuell 2,0 Prozent abgesenkt. Ein Grund für den Zinssenkungsstopp ist die Inflationsrate, die im Juni mit 2,0 Prozent exakt dem Zielwert der Notenbank entsprach. Im nächsten Jahr könne die Inflation sogar unter diesen Wert fallen, sagte Lagarde und verwies auf die entsprechende Prognose der EZB. Allerdings werde man sich von solch kleinen Zielabweichungen nicht beeinflussen lassen. Es ist derzeit offen, ob die EZB in diesem Jahr noch einmal an der Zinsschraube drehen wird.
GeldpolitikEZB belässt Leitzins unverändert bei 2,0 Prozent
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Die Inflation einigermaßen im Griff, der Ausgang des Zollstreits mit den USA offen. Europas Notenbank macht eine Zinspause.
Von Markus Zydra, Frankfurt
