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Explosion:Beirut kostet Versicherer viel

Die schwere Explosion im Hafen von Beirut im Libanon am Dienstag wird zu einem Großschaden für die globale Versicherungswirtschaft. Um welches Schadenvolumen es geht, ist allerdings noch unklar. Die bisherigen Schätzungen reichen von 500 Millionen Dollar bis 6 Milliarden Dollar. Damit könnte das Ereignis ähnlich teuer werden wie die Detonation im Hafen von Tianjin in China im Jahr 2015. Sie hatte einen Versicherungsschaden von 3,5 Milliarden Dollar verursacht. Allerdings dürfte die Branche von der geringen Versicherungsdichte im Libanon profitieren. Die Rückversicherer Munich Re und Hannover Rück rechnen für ihre Unternehmen jeweils mit einem Schaden von mindestens zehn Millionen Euro durch die Explosion in Beirut. Ob die Summe am Ende sogar dreistellig sein könnte, lasse sich noch nicht sagen, erklärte Sven Althoff, Vorstand der Hannover Rück.

Auch kleinere Versicherer rechnen mit Belastungen durch das Unglück. Darunter befindet sich auch die R+V, die zur genossenschaftlichen Finanzgruppe gehört. Zur genauen Schadenhöhe und der Frage, auf welche Art und Weise die Explosion zum Versicherungsschaden für das Wiesbadener Unternehmen geworden ist, konnte die R+V am Freitag allerdings noch keine Aussagen machen. Der Münchener Allianz-Konzern ist noch dabei, mögliche Verluste zu prüfen. Es sei zu früh, um Zahlen zu nennen. Der US-Versicherer Liberty Mutual bezifferte den Schaden durch die Explosion für das eigene Unternehmen auf 25 bis 50 Millionen Dollar.

© SZ vom 08.08.2020 / CBN
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