Europäische Spar- und Reformpolitik Vier Bausteine einer neuen Währungsunion

Die Euro-Krise sollte bald gelöst werden, die Märkte werden ungeduldig. Ideen für die Rettung gibt es genug. Vier Bausteine sollen den Euro vor dem Zerfall retten. Zu welchem Preis ist unklar.

Von Alexander Hagelüken, Catherine Hoffmann und Markus Zydra

Eine Billion Euro riskieren die Staaten schon für Rettungsschirme, eine weitere hat die Europäische Zentralbank als Billigkredit an die Banken verteilt. Ganz Europa hat sich unter deutscher Führung der Spar- und Reformpolitik verschrieben.

Und doch ist die Euro-Krise nicht gelöst. Nun läuft die Zeit aus. In drei Monaten sei das Schicksal Europas besiegelt, warnt IWF-Chefin Christine Lagarde. Auf dem EU-Gipfel Ende Juni geht es darum, die Baumängel der Währungsunion zu beheben. Die Märkte sind ungeduldig - wie die steigenden Renditen in Spanien und Italien zeigen.

Rettung gegen Reform, Hilfe gegen Härte, heißt die Losung. Kanzlerin Angela Merkel gibt die Richtung vor: "Wir müssen Schritt für Schritt auch Kompetenzen an Europa abgeben, Europa auch Kontrollmöglichkeiten einräumen."

Die SZ stellt die vier wichtigsten Bausteine einer neuen Währungsunion vor: Gemeinsame Schulden und Verzicht auf haushaltspolitische Souveränität, Bankenunion, Zentralbank-Geld und Wachstumspakt sollen den Euro vor dem Zerfall retten. Aber zu welchem Preis?