MeinungEuropäische UnionEuropa hat keine Zeit mehr für Schlagwort-Bingo

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Kommentar von Jan Diesteldorf, Brüssel

Lesezeit: 2 Min.

Zwei Sprachbilder in einem: EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hat einen wirtschaftspolitischen „Kompass“ vorgelegt, den sie als „Polarstern“ der Kommission bezeichnet.
Zwei Sprachbilder in einem: EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hat einen wirtschaftspolitischen „Kompass“ vorgelegt, den sie als „Polarstern“ der Kommission bezeichnet. Philipp von Ditfurth/dpa

Die EU-Kommission will ihre Politik nach einem „Kompass für Wettbewerbsfähigkeit“ ausrichten. Das klingt toll. Aber was sich hinter tollen Metaphern verbirgt, ist zu dürftig.

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Man muss auf sich aufpassen, wenn man das Papier liest, das EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen an diesem Mittwoch vorstellen will. Denn es ist so vollgestopft mit Sprachbildern und Schlagworten, dass einem schwindelig werden kann. Das beginnt schon beim Titel: Die Kommission legt einen „Kompass für Wettbewerbsfähigkeit“ vor. Ein Dokument also, nach dem sie ihre Politik ausrichten möchte, damit die EU global noch mithalten kann zwischen Chinas Weltmachtstreben und Donald Trumps Wiedergroßmachen der USA. Dieser Kompass soll der „Polarstern“ der neuen Kommission sein, sagte von der Leyen beim Weltwirtschaftsforum in Davos. Puh.

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