Mark Lohweber ist Chef des Dortmunder IT-Dienstleisters und Beratungsunternehmens Adesso, und er ist schon einen ganzen Schritt weiter. Er ist schon heute Teil der deutschen Verteidigung, wenn man so will. Warum das so ist? Die meisten seiner 12 000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter seien „gut ausgebildete Informatiker“, sagt er. Menschen, die sich in der Regel um die IT anderer Unternehmen kümmern, Profis für digitale Angelegenheiten. Seit einiger Zeit aber kümmert sich Lohwebers Unternehmen auch um ein Thema, das hier zuvor kaum eine Rolle gespielt hatte: Verteidigung. „Die sicherheitspolitische Lage in Europa hat sich in den vergangenen Jahren grundlegend verändert“, stellt das Unternehmen in einer Selbstbeschreibung auf seiner Webseite fest. „Kriege in unmittelbarer Nähe, hybride Bedrohungen und gezielte Cyberangriffe zeigen: Frieden und Stabilität sind keine Selbstverständlichkeit mehr.“
Verteidigung„Am Montag stehen alle Gewehr bei Fuß“
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Man braucht Panzer und Drohnen, um Europa im Ernstfall zu verteidigen. Aber auch ein ganz normaler IT-Dienstleister kann zur Sicherheit des Kontinents beitragen. Über ein brisantes Thema, das immer öfter diskutiert wird.
Von Thomas Fromm, Berlin
