MeinungSeltene ErdenEuropa kämpft um die Zukunft seiner Industrie – und bemerkt es gar nicht

Essay von Torben Kassler

Lesezeit: 6 Min.

Collage: SZ; Fotos: Florian Peljak, dpa, imago

Bei Seltenen Erden ist Europa fast vollständig auf chinesische Exporte angewiesen. Das ist ein fast schon absurdes wirtschaftliches Risiko. Dabei gäbe es einen Ausweg aus dem Dilemma: Man müsste aufhören, die wertvollen Rohstoffe zu verschwenden.

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Wenn man sich mit Politikern oder Industrievertretern über Seltene Erden unterhält – zugegeben, eine Begebenheit, die im Nicht-Journalisten-Leben eher selten vorkommt – folgt das Gesagte zumeist einer recht ähnlichen Stimmung. Die Versorgungslage sei „angespannt“, sagt eine Expertin des Bundesverbands der Deutschen Industrie. Die Exportlizenzen aus China „reichen nicht aus“, sagt der Verband der Automobilindustrie. Wirtschaftsministerin Katherina Reiche hat sogar kürzlich gesagt, dass bereits „stellenweise Produktionsbänder stillliegen“. Im Nicht-Journalisten-Leben würde man dies, Verzeihung, wahrscheinlich folgendermaßen zusammenfassen:

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