Wenn Donald Trump einen politischen „Deal“ abschließt, das ist inzwischen gut belegt, braucht er plakative Zahlen. Er braucht Summen, mit denen er zu Hause gut dasteht. Ob die am Ende realistisch sind, scheint da zweitrangig zu sein. So wie bei der Vereinbarung Trumps mit EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen Anfang der Woche in Schottland: Die beiden verständigten sich auf ein Zollregime, das einseitig zulasten der EU geht, Trump rechnet mit zweistelligen Milliardeneinnahmen pro Jahr. EU-Unternehmen würden zusätzlich 600 Milliarden Euro in den Vereinigten Staaten investieren, hieß es – obwohl man derlei überhaupt nicht politisch verordnen kann.
HandelspolitikDer Energiedeal zwischen EU und USA – ein leeres Versprechen?
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LNG-Tanker vor der Insel Rügen. Schweden und Deutschland sind für Sanktionen gegen russisches LNG, weitere EU-Länder folgen.
Stefan SauerEuropa soll künftig enorme Mengen fossiler Energie aus den USA importieren. Dabei ist die Logistik noch das kleinste Problem. Alles deutet darauf hin, dass die Abmachung kaum zu erfüllen ist.
Von Jan Diesteldorf und Nakissa Salavati, Brüssel, München
