HandelskonfliktTrumps Zölle schaden Europa weniger als befürchtet

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Viele Waren aus Deutschland werden über Bremerhaven in die USA verschifft.
Viele Waren aus Deutschland werden über Bremerhaven in die USA verschifft.
Hauke-Christian Dittrich/dpa

Vor einem Jahr ließ sich die EU auf einen schiefen Zolldeal mit den USA ein. Der ist nach wie vor ein wackeliges Konstrukt, doch die Handelsbeziehungen blieben – bei allen Verlusten – ziemlich stabil.

Von Jan Diesteldorf, München

SZ bei Google bevorzugen

Diese Strafe ist ein Wagnis. Sie markiert einen Rekord. Und sie verrät viel über Denkweise und Selbstbewusstsein der EU-Spitzen in Brüssel. 890 Millionen Euro soll Google zahlen, weil es seine eigenen Dienste bei Suchergebnissen bevorzugt und App-Entwickler benachteiligt hatte. So hat es die EU-Kommission vor einer Woche entschieden, als sie mit der Strafe nach Europas Gesetz über digitale Märkte Washingtons Zorn provozierte. Denn Bußgelder gegen Tech-Konzerne gelten dem amerikanischen Präsidenten schnell als Angriff auf Amerika. Es folgte ein Wutausbruch à la Donald Trump auf dessen Plattform Truth Social: „Die Europäische Union wird einen sehr hohen Preis für dieses illegale und höchst unethische Verhalten zahlen“, schrieb er.

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