StromproduktionBericht: Fast die Hälfte des Stroms in EU aus erneuerbaren Energien

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Windräder in Brandenburg (Symbolbild)
Windräder in Brandenburg (Symbolbild) IMAGO/Andreas Franke

Im Vergleich zum Vorjahr verzeichnet vor allem die Solarenergie einen deutlichen Zuwachs. Der Anteil fossiler Energien am Strommix in der EU war im vergangenen Jahr hingegen so klein wie noch nie.

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Strom, der in der Europäischen Union (EU) verbraucht wird, wird immer häufiger aus erneuerbaren Energien gewonnen. Ein Bericht der Denkfabrik Ember zeigt, dass 2024 mit 47,5 Prozent knapp die Hälfte des verbrauchten Stroms aus erneuerbaren Energien kam. So wurden demnach im vergangenen Jahr gut elf Prozent des Stroms aus Solarenergie gewonnen, gut 17 Prozent kamen aus Windkraft. Auch Wasserkraft sowie aus Biomasse gewonnene Energie tragen dazu bei. Im Vergleich zu 2023 ist vor allem bei der Solarenergie ein großer Zuwachs (plus 21,7 Prozent) zu erkennen. Stromerzeugung aus Sonnenkraft nehme in allen EU-Ländern zu, teilte Ember mit. Atomkraft hatte 2024 einen Anteil von fast 24 Prozent am Strommix.

Der Anteil fossiler Energien am Strommix in der EU war im vergangenen Jahr hingegen so klein wie noch nie. So fiel der Anteil des durch Kohle erzeugten Stroms auf unter zehn Prozent. Stromerzeugung aus Gas ging demnach das fünfte Jahr in Folge zurück und hatte 2024 noch einen Anteil von knapp 16 Prozent. Zusammen mit anderen fossilen Energieträgern wie Öl oder Müll machten fossile Brennstoffe etwa 29 Prozent der Stromerzeugung in der EU aus.

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„Fossile Brennstoffe verlieren ihren Einfluss auf die Energieversorgung der EU“, sagte Chris Rosslowe von Ember. „Beim Start des europäischen Green Deals im Jahr 2019 hätten nur wenige gedacht, dass die Energiewende in der EU so weit fortgeschritten sein könnte.“ Für den Bericht analysierten die Autoren Daten zur Stromerzeugung und -nachfrage in allen 27 EU-Ländern.

Der Green Deal ist ein Maßnahmen- und Gesetzespaket aus der vergangenen Legislaturperiode in der EU, das unter anderem für einen drastischen Rückgang der Treibhausgasemissionen sorgen soll. Er umfasst neue Vorgaben in Bereichen wie Energie, Verkehr, Industrie oder Landwirtschaft.

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