Markus Steilemanns Wort hat Gewicht. Der 55-Jährige ist nicht nur Chef des Leverkusener Kunststoffherstellers Covestro, sondern auch Präsident des Verbands der Chemischen Industrie (VCI) und damit oberster Branchenlobbyist. Der promovierte Chemiker mischt sich nun in eine Debatte ein, die einige Chemie- und Stahlmanager angestoßen haben: die über die Zukunft des europäischen Emissionshandelssystems. Industriebetriebe müssen in der EU Verschmutzungsrechte kaufen, wenn sie Treibhausgase in die Atmosphäre blasen. Dieses System hat Brüssel verschärft, dem Klimaschutz zuliebe. Manche Wirtschaftsvertreter fürchten zu hohe Kosten und laufen Sturm dagegen – aber Steilemann warnt vor allzu radikalen Forderungen: „Passionierte Äußerungen tragen nicht notwendigerweise zu einer sachlichen Debatte bei“, sagte er am Donnerstag der Süddeutschen Zeitung.
Markus SteilemannChemie-Chef verteidigt teuren Klimaschutz
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Die EU macht es kostspieliger, Treibhausgase in die Atmosphäre zu blasen. Chemie- und Stahlmanager klagen, das gefährde Jobs. Doch Markus Steilemann, Präsident des Chemieverbands, warnt vor einer Kehrtwende.
Von Björn Finke, Düsseldorf
