EU-Pläne zur IndustriepolitikPlötzlich finden die Autokonzerne Abschottung doch gut

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E-Auto-Produktion im VW-Werk in Zwickau: Auch in der deutschen Autobranche hat sich die Ansicht durchgesetzt, dass zum Schutz der heimischen Unternehmen und Werke mehr passieren muss.
E-Auto-Produktion im VW-Werk in Zwickau: Auch in der deutschen Autobranche hat sich die Ansicht durchgesetzt, dass zum Schutz der heimischen Unternehmen und Werke mehr passieren muss. Hendrik Schmidt

Die EU will sich von China emanzipieren – und deshalb Vorgaben zur Beschaffung in Europa machen. Bisher stieß das in Deutschland auf Ablehnung, jetzt aber führt der VW-Konzern ein Umdenken in der Autoindustrie an.

Von Jan Diesteldorf, Brüssel

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Hildegard Müller steht in einer Tradition, mit der sie jetzt brechen wird. Deutschlands Wirtschaft lebt vom freien Handel, wo wüsste man das besser als im wichtigsten Industriezweig? Und so gehört Offenheit auch für die Cheflobbyistin der deutschen Autoindustrie zum Selbstverständnis: „Abschottung wird zum Bumerang“, so las man das noch im Februar von Müller, zur Jahrespressekonferenz des Autoherstellerverbands VDA. „Jeder Versuch, den Standort abzuschotten, schadet den Interessen der exportorientierten deutschen Automobilindustrie und den Beschäftigten in Deutschland.“

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