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MSCI World:Der Schummel-Index, dem Anleger vertrauen

Die Statue des furchtlosen Mädchens blickt auf die New Yorker Börse.

(Foto: Bebeto Matthews/AP)

Viele Sparer schieben monatlich Geld in den Börsenindex MSCI World. Er gilt als Rundum-sorglos-Anlage. Doch es gibt Anlass zur Vorsicht - und gute Alternativen.

Von Victor Gojdka, Frankfurt

Der obskure Name ist inzwischen beinahe Legende geworden: Vor wenigen Jahren konnten am Finanzmarkt selbst Profis kaum etwas mit dem kryptischen Kürzel MSCI World anfangen, doch inzwischen ist der Börsenindex zum Standardbarometer der Privatanleger geworden. Wer monatlich 50 Euro übrig hat, schiebt sie oft in den "Weltindex". Finanzprofessoren, Verbraucherschützer und Vermögensberater empfehlen das Finanzgebilde mit den vier Großbuchstaben. Statt nur auf die Firmen eines Landes zu setzen, können Anleger ihr Geld so gleichzeitig in 1600 Firmen weltweit anlegen. Doch wer genau hinsieht, merkt schnell: Der vermeintliche Weltindex entpuppt sich als Etikettenschwindel: als riskante Wette auf die heißgelaufenen Börsen in den USA. "Das ist ein gehöriges Klumpenrisiko", sagt Aktienexperte Thomas Wüst von der Vermögensberatung Valorvest. Müssen Anleger nun also umsteuern?

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