Geldanlage:Die unheimliche Macht der Billigfonds

Lesezeit: 4 min

The German share price index, DAX board, is seen at the stock exchange in Frankfurt

Im Rondell unten links stellen die Spezialisten in der Frankfurter Börse Kurse für ETF.

(Foto: REUTERS)

Viele Anleger lieben ETF-Fonds. In Corona-Zeiten zeigt sich allerdings: Sie können auch zum Risiko werden. Sind sie gar ein Treiber der Krise?

Von Harald Freiberger und Victor Gojdka

Als Multimilliardär Carl Icahn sein verschmitztes Grinsen aufsetzte, da war selbst den letzten Zuhörern im Saal klar, dass er gleich eine verbale Handgranate zünden würde. Wie in einem Partybus, sagte der bekannte Anleger schon 2015 auf dem Podium einer Investorenkonferenz, steuere die Finanzszene auf ein Kliff zu. Der weltgrößte Vermögensverwalter Blackrock aber schiebe den Bus mit seinen Börsenfonds immer weiter Richtung Abgrund. Bis der Wagen irgendwann an einem schwarzen Fels zerschellen werde - an einem "black rock". Den Siegeszug der ETF genannten Börsenfonds hat Icahn damit nicht aufhalten können: Bei deutschen Banken gelten die Vehikel inzwischen als Geldmagneten. Viele Privatanleger schieben Monat für Monat eine kleine Summe in mehr als anderthalb Millionen ETF-Sparpläne. Eins zu eins sollen die Börsenfonds Indizes wie den Dax spiegeln: Wer 50 Euro in einen Dax-ETF investiert, folgt mit 2,44 Euro den Aktien von Adidas und mit 71 Cent jenen von Wirecard. Verbraucherschützer machten aus dem Kürzel "ETF" gar die Losung: einfach, transparent und fair.

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