Finanzmarkt:Der Spielraum für die Notenbanken wird immer kleiner

Finanzmarkt: Die Frankfurter Skyline bei Nacht, hier haben viele Banken ihren Sitz. In den vergangenen Jahren gab es immer wieder brenzlige Situationen an den Finanzmärkten.

Die Frankfurter Skyline bei Nacht, hier haben viele Banken ihren Sitz. In den vergangenen Jahren gab es immer wieder brenzlige Situationen an den Finanzmärkten.

(Foto: Kai Pfaffenbach/Reuters)

Die nächste Krise kommt bestimmt - aber sind Banken und Staaten dann gut darauf vorbereitet? Oder stoßen sie an ihre Grenzen? Die EZB kann ihre Zinsen jedenfalls nicht so schnell wieder senken, selbst wenn sie wollte.

Von Meike Schreiber und Markus Zydra, Frankfurt

So heftig wie in den vergangenen Monaten haben die Notenbanken weltweit schon lange nicht die Zinsen erhöht. Der Kampf gegen die Inflation machte es nötig. Jetzt haben die Zentralbanken zwar erst einmal eine Pause eingelegt. Die Risiken für das Finanzsystem aber sind dadurch nicht weg. "Die Investoren sind zu Zeiten niedriger Zinsen auf ihrer Jagd nach Rendite hohe Risiken eingegangen", sagte der Vorsitzende des Financial Stability Board (FSB), Klaas Knot, am Donnerstag bei einer Konferenz des Europäischen Ausschusses für Systemrisiken (ESRB). "Jetzt sind die Zinsen hoch und die Finanzmärkte stecken mitten im Übergang", sagte Knot. Nachdem die Leitzinsen fast ein Jahrzehnt bei null Prozent gelegen hatten, erhöhte die EZB wegen der hohen Inflation den Zins in den vergangenen 15 Monaten auf vier Prozent. Viele Investoren und Banken wurden davon überrascht.

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