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Erstflug noch 2009:Dreamliner kommt Boeing teuer zu stehen

Immer wieder hat Boeing den Start des Dreamliners verschieben müssen. Jetzt nennt der Konzern ein Datum - und die Kosten für die Verzögerungen.

Die Kunden des US-Flugzeugherstellers Boeing müssen noch mehr als ein Jahr auf den problembelasteten Megaflieger Dreamliner warten.

Boeing, dpa

So soll die Boeing

787 Dreamliner

einmal in der Luft fliegen. Vielleicht dieses Jahr noch.

(Foto: Computersimulation: dpa)

Im vierten Quartal 2010 sei mit der ersten Auslieferung der Boeing 787 Dreamliner zu rechnen, teilte der Konzern mit. Der erste Testflug ist für Ende dieses Jahres geplant.

Das Flugzeug, für das nach früheren Angaben etwa 850 Bestellungen existieren, liegt rund zwei Jahre hinter dem ursprünglichen Zeitplan. Boeing plant, Ende 2013 zehn Dreamliner pro Monat zu produzieren. An der Börse wurde die Nachricht vor Handelsbeginn mit einem kräftigen Kursplus quittiert.

Produktion bei Alenia gestoppt

. Der Rivale des europäischen Herstellers Airbus kämpfte zuletzt mit noch mehr Problemen als bisher eingestanden. Wegen neuer Fehler musste der Konzern die Produktion von Rumpfteilen in einem Werk des italienischen Partners Alenia stoppen.

Die Probleme gehen kräftig ins Geld: Im dritten Quartal erwartet Boeing eine Vorsteuerbelastung von 2,5 Milliarden Dollar oder 2,21 Dollar je Aktie. Der Konzern will bei Vorlage der Zahlen zum dritten Quartal seine Prognose aktualisieren.

Erst im Juni hatte der Flugzeughersteller völlig überraschend den Erstflug des Langstreckenflugzeugs bereits zum fünften Mal auf noch unbestimmte Zeit verschoben.

© sueddeutsche.de/dpa-AFX/hgn/tob

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