EnergieErneuerbare decken 58 Prozent des Stromverbrauchs

Windräder in Brandenburg: Mehr als die Hälfte des deutschen Stromverbrauchs stammte im ersten Halbjahr aus erneuerbaren Energiequellen.
Windräder in Brandenburg: Mehr als die Hälfte des deutschen Stromverbrauchs stammte im ersten Halbjahr aus erneuerbaren Energiequellen. Patrick Pleul/dpa

Besonders die Erzeugung durch Wind und Sonne steigt im ersten Halbjahr des Jahres kräftig an.

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Erneuerbare Energien haben im ersten Halbjahr 58 Prozent des Stromverbrauchs in Deutschland gedeckt und damit so viel wie noch nie in einem ersten Halbjahr. Das geht aus Hochrechnungen des Zentrums für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW) und des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) hervor. Sie lagen der Deutschen Presse-Agentur vorab vor. Die Quote liegt fast drei Prozentpunkte über dem Vorjahreswert. Im gesamten Jahr 2025 hatte der Anteil der Erneuerbaren am Stromverbrauch 55,8 Prozent betragen.

„Der Anstieg gegenüber dem windschwachen Vorjahreshalbjahr ist insbesondere auf die höhere Stromerzeugung aus Windenergie an Land (plus 7,0 Prozent) und auf See (plus 28,3 Prozent) zurückzuführen“, hieß es. Die Stromerzeugung aus Sonnenlicht stieg um 3,7 Prozent. Weil es weniger regnete, wurde weniger Strom aus Wasserkraft erzeugt. Hier gab es einen Rückgang um 7,7 Prozent. Die Erzeugung aus Biomasse legte um 0,6 Prozent zu.

ZSW-Chef Frithjof Staiß betonte die Bedeutung erneuerbarer Energieerzeugung für die Energiepreise. „Je höher der Anteil der erneuerbaren Energien steigt, desto unabhängiger werden wir von Importen fossiler Energieträger“, sagte er laut einer Mitteilung. Desto widerstandsfähiger werde auch die Volkswirtschaft gegenüber Energiepreisschocks. „Die Energiekrisen der vergangenen Monate und Jahre wurden durch die fossilen Energieträger ausgelöst, nicht durch die Erneuerbaren.“

Der Ausbau der Erneuerbaren sei auch das „schärfste Schwert“ im Kampf gegen den Klimawandel. Damit Elektrifizierung ihr volles Klimaschutzpotenzial entfalten könne, müsse der Strom aus erneuerbaren Energien stammen. Die Hitzewelle der vergangenen Tage habe sehr deutlich gezeigt, wie dringend Erfolge beim Klimaschutz erzielt werden müssten.

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