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Ernährung - Berlin:Wissenschaftler zu Corona: Ende des Hypes um Kalorien?

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Eine Frau schneidet in einer Küche Gemüse. Foto: picture alliance / dpa (Foto: dpa)

Berlin (dpa/bb) - Ernährungswissenschaftler Uwe Knop sieht in der Corona-Krise samt Homeoffice eine Chance, Essensgewohnheiten zu ändern. Angesichts geschlossener Kantinen und Restaurants beschäftigten sich wieder mehr Menschen bewusster mit Nahrungsmitteln und deren Zubereitung, sagte Knop der Deutschen Presse-Agentur. "Das ist definitiv ein positiver Effekt."

Es sei immer gut, wenn Routinen aufgebrochen würden. "Denn dann leben wir bewusster, weil wir jede Situation neu bewerten müssen", so Knop. Wie lange das anhalte, sei individuell verschieden. "Vielleicht entdeckt nun mancher den Hobbykoch in sich und probiert etwas aus." Anderen mache das Kochen aber vielleicht noch weniger Spaß als früher.

Positiv sei aus seiner Sicht zudem, dass weniger Unsinn über Ernährung geschrieben werde, auch in den sozialen Medien, sagte Knop. Es gehe nun um das Wesentliche, und dazu gehöre die Sicherheit der Versorgung. "Wen interessiert gerade noch der Low-Carb-Hype?" Die Leute kauften Nudeln und Mehl. "Diese ganzen Gesundheitsgurus und der Diätenquatsch - das ist ein reines Wohlstandsphänomen", ergänzte er.

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