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Eric Lang:"Mensch ärgere dich nicht" mit Dinosauriern

Reden wir über Geld mit Eric M. Lang 1

Mit seiner deutschen Großmutter spielte Eric M. Lang in den Sommerferien immer "Mensch ärgere dich nicht". Er hat es gehasst

(Foto: ; Eric M. Lang)

Seit seiner Kinderzeit denkt sich der Kanadier Eric Lang neue Brett- und Kartenspiele aus. Inzwischen kann er sogar davon leben.

Er lebte in billigen Apartments, hatte anspruchslose Jobs. Eric M. Lang wollte sich ganz auf sein Hobby konzentrieren: Brettspiele erfinden. Seit knapp zwanzig Jahren ist Lang im Geschäft. Er hat für seinen Traum, Spieleentwickler zu werden, viele Opfer gebracht.

Und siehe da: Nun wächst der Markt für diese Hobbys - und innovative Spiele sind gerade eines der Themen auf der Spielwarenmesse in Nürnberg. Klassiker wie "Mensch ärgere dich nicht" oder "Phase 10" findet Lang "schrecklich", er musste sie als Kind mit der Oma spielen.

George R. R. Martin gab ihm nur einen Rat

Der Vormarsch der Geeks und Nerds, der Menschen, die ihr Hobby lieben, erfasst die Brettspielbranche. Für eine Adaption der Fernsehserie "Game of Thrones" als Kartenspiel telefonierte Lang mit Bestsellerautor George R. R. Martin. Der gab ihm nur einen Rat: "Mach es cool." Neben "Game of Thrones" arbeitet er mit andere bekannten Lizenzen, wie "Star Wars" und "Der Pate".

Langs Spiele werden sehnsüchtig von Fans erwartet. Das mag mit daran liegen, dass Lang noch immer die Freude eines Kindes beweist, wenn es um Spiele geht. Wer sich mit ihm unterhält, spürt das deutlich. Dann erzählt er, wie er als Siebenjähriger bei seiner Oma in Neuss nicht mehr "Mensch ärgere dich nicht" spielen wollte, weil es ihm zu langweilig war - und er die Partien mit Robotern und Dinosauriern aufmotzte.

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