Erfurt (dpa/th) - Bauherren in Thüringen haben im vergangenen Jahr für Grundstücke in Jena am tiefsten in die Tasche greifen müssen: In der zweitgrößten Stadt des Freistaats zahlten sie durchschnittlich rund 222 Euro pro Quadratmeter baureifen Landes. Das geht aus einer am Donnerstag veröffentlichten Mitteilung des Landesamts für Statistik hervor. Auch in den Jahren zuvor war Bauland in der Ostthüringer Uni- und Industriestadt im Durchschnitt mit Abstand am teuersten.
Auf Jena folgten 2019 Eisenach und Erfurt mit etwa 171 Euro beziehungsweise rund 143 Euro pro Quadratmeter im Falle der Landeshauptstadt. Von allen kreisfreien Städten Thüringens sei dagegen der Kaufpreis im Durchschnitt mit etwa 48 Euro pro Quadratmeter in Suhl am günstigsten gewesen, hieß es. In den Landkreisen mussten Bauherren im Saale-Holzland Kreis am meisten (etwa 58 Euro pro Quadratmeter) berappen und am wenigsten im Altenburger Land (rund 30 Euro pro Quadratmeter).
Im vergangenen Jahr wechselten 2908 unbebaute Grundstücke in Thüringen den Besitzer - das seien 99 mehr Verkäufe als ein Jahr zuvor gewesen, hieß es. Insgesamt sei es dabei um rund 3,9 Millionen Quadratmeter gegangen im Wert einer Kaufsumme von etwa 144 Millionen Euro. Daraus ergebe sich ein durchschnittlicher Kaufwert von etwa 37 Euro pro Quadratmeter. Im Jahr zuvor lag dieser Durchschnittspreis laut damaliger Mitteilung bei rund 43 Euro pro Quadratmeter. 2017 waren es demnach etwa 35 Euro und 2016 rund 37 Euro pro Quadratmeter gewesen.