Erfurt (dpa/th) - Die Ausgaben der Thüringer Haushalte für Spielwaren sind innerhalb von zehn Jahren deutlich gestiegen. Nach den jüngsten vorliegenden Zahlen des Thüringer Landesamtes für Statistik vom Dienstag gaben die Thüringer im Jahr 2018 im Durchschnitt 120 Euro pro Haushalt für Spielzeug aus. Das seien rund 67 Prozent mehr als im Jahr 2008 gewesen, als der Betrag bei 72 Euro lag. Dennoch gaben die Thüringer im Jahr 2018 noch 12 Euro weniger für Spielwaren aus als die Bundesbürger im Durchschnitt.
Erwartungsgemäß gäben die Haushalte mit Kindern mehr für Spielwaren aus als der Thüringer Durchschnittshaushalt. Haushalte von Paaren mit Kindern und von Alleinerziehenden hätten durchschnittlich 324 Euro jährlich für Spielzeug spendiert. Zu den Spielwaren werden in der Statistik neben Puppen, Gesellschaftsspielen, Kinderspielzeug und Modelleisenbahnen auch Computer- und Videospiele gezählt.
Unterdessen war bei den Ausgaben für Bücher einschließlich E-Books nach diesen Zahlen eine rückläufige Entwicklung zu beobachten. Im Vergleich zum Jahr 2008 hätten die Thüringer Haushalte rund 27 Prozent weniger für Bücher ausgegeben (2008: 132 Euro, 2018: 96 Euro). Für Bücher investierten Paare mit Kindern und Alleinerziehende durchschnittlich 156 Euro jährlich - und damit deutlich mehr als der Thüringer Durchschnittshaushalt.
