Energiewende:Schleppender Netzausbau belastet Stromkunden

Die Denkfabrik Agora Energiewende kritisiert den Zeitplan für den Ausbau der Stromnetze. "Der schleppende Netzausbau verzögert den Umbau zu einem klimaneutralen Stromsystem und belastet Stromkunden und -kundinnen über höhere Netzentgelte", sagte Deutschland-Direktor Simon Müller. So seien laut Bundesnetzagentur allein 2020 Kosten in Höhe von 1,4 Milliarden Euro durch die Abschaltung von erneuerbaren Energien bei Netzengpässen und den Einsatz teurer Kraftwerke zum Ausgleich entstanden. "Um das Ziel von 80 Prozent erneuerbarem Strom bis 2030 zu erreichen, muss der Netzausbau durch Bund und Länder drastisch beschleunigt werden", sagte Müller. Es brauche einen Systementwicklungsplan, der die Strom-, Wasserstoff- und Wärmenetze auf Klimaneutralität ausrichte. Der Stromnetzausbau spielt eine zentrale Rolle bei der Energiewende. So soll in Norddeutschland klimaneutral erzeugter Strom über neue Leitungen besser in den Süden kommen.

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