Energiewende:Angst vor der Abwicklung

Atomendlager Schacht Konrad

Ein halbes Jahrhundert in der Planung: das Endlager Schacht Konrad in Salzgitter.

(Foto: Julian Stratenschulte/dpa)
  • Deutsche Stromversorger haben Rückstellungen gebildet, um den milliardenteuren Abriss von Atomkraftwerken sowie die weitere Milliarden kostende Suche und den Bau eines Endlagers zu finanzieren.
  • Ein Gutachten stellt nun aber fest, dass die Finanzierung bei unterschiedlichen Szenarien - etwa einer Insolvenz - stark gefährdet wäre.
  • Wirtschaftsminister Gabriel prüft nun verschiedene Maßnahmen, um die Rückstellungen zu sichern - ein Modell könnte ein öffentlich-rechtlicher Fonds sein.

Von Michael Bauchmüller, Berlin

Das "goldene Ende" zählt für Manager normalerweise zu den glücklichsten Phasen überhaupt. Fabriken oder Maschinen sind dann abgeschrieben, sie arbeiten nicht mehr für die Bank, sondern nur noch für die Habenseite. Auch Deutschlands Atomkraftwerke haben jahrelang am "goldenen Ende" Geld verdient: Sie hatten nichts mehr abzustottern, aber viel zu verdienen, grob überschlägig eine Million Euro am Tag. Nur kommt bei ihnen nach dem goldenen noch das bittere Ende: Milliarden wird der Abriss kosten, weitere Milliarden Suche und Bau eines Endlagers. Um die 36 Milliarden Euro haben die Konzerne dafür an Rückstellungen gebildet. Fragt sich nur, ob auf die Milliarden Verlass ist.

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