Wenn eine Röhre von 1200 Kilometern Länge verlegt werden soll, sind ein paar Hindernisse zu überwinden. Eines haben die Betreiber von Nord Stream 2 gerade erst aus dem Weg geräumt. Der Bau der neuen Gasleitung nach Deutschland werde keine "signifikanten negativen Auswirkungen auf die Umwelt" im Kurgalskij-Naturschutzgebiet haben, verkündeten sie vor wenigen Tagen. Das habe eine Umweltverträglichkeitsprüfung ergeben. Ernsthaft hat wohl auch niemand damit gerechnet, dass die Sorge um Seeadler, Robben oder Bären im Nordwesten Russlands das umstrittene Röhren-Projekt noch würde stoppen können. Der eigentliche Kampf findet anderswo statt - in Brüssel.
Gas aus Russland:Berlin ringt mit der EU um Nord Stream 2
Blick aus der Vogelperspektive ins Wasser: Im April 2012 wurde das letzte Rohr für die Ostseepipeline vor der schwedischen Küste verlegt.
(Foto: Thomas Eugster/Nord Stream/dpa)- Die EU-Kommission beansprucht die Zuständigkeit für die Verhandlungen mit Russland über den Bau der Gas-Pipeline Nord Stream 2.
- In der Kommission sieht man die Solidarität des europäischen Energiemarktes in Gefahr.
Von Daniel Brössler, Straßburg


