Energie - Rostock:Manuela Schwesig eröffnet Baltic Sea Business Day in Rostock

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Deutschland
Manuela Schwesig (SPD), Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern. Foto: Jens Büttner/dpa (Foto: dpa)

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Rostock (dpa/mv) - Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) hat am Donnerstag in Rostock die erstmals stattfindende Unternehmerkonferenz Baltic Sea Business Day eröffnet. "Fünf Länder der Ostseeanrainer sind in den Top 10 unserer wichtigsten Außenhandelspartner. Viele Unternehmen aus Mecklenburg-Vorpommern haben Verbindungen zu den Ostseeanrainerstaaten, vor allem in der Hafenwirtschaft und Logistik, in der Tourismus- und Gesundheitswirtschaft", begründete die Landeschefin am Donnerstag die besondere Bedeutung der Region für das Land. Die Veranstaltung wurde in Zusammenarbeit mit den Industrie- und Handelskammern (IHK) organisiert, sie soll künftig alle zwei Jahre stattfinden.

Das Treffen hat jedoch auch eine politische Dimension. Wiederholt betont Schwesig in ihrer Eröffnungsrede die Wichtigkeit der Zusammenarbeit mit demokratischen Partnern. Die in der Vergangenheit enge Kooperation mit Russland sei nach dem Beginn des Angriffskriegs in der Ukraine komplett eingestellt worden. Die Sorgen der Nachbarländer nehme die Landesregierung ernst, so die Ministerpräsidentin. Zwischen 2014 und 2021 fand im Nordosten mit dem Russlandtag eine ähnliche Veranstaltung statt, die Verbindungen zwischen Mecklenburg-Vorpommern und Russland fördern sollte.

Auch der Rostocker Politikwissenschaftler Wolfgang Muno sieht den Baltic Sea Business Day als Teil der "längst überfälligen Abkehr von der Abhängigkeit und übergroßen Russland-Nähe hin zu Osteuropa, Ostseeraum und Baltikum". Den neuen Kurs der Landesregierung bezeichnete er als sinnvolle Neuorientierung in der Kooperation mit befreundeten EU-Staaten, hier existiere viel Potenzial.

Dazu passt auch der Besuch des Parlamentarischen Staatssekretärs für Vorpommern und das östliche Mecklenburg beim Baltic Economic Congress im polnischen Stettin. "Die Metropolregion in Stettin hat großes Potenzial für eine gedeihliche wirtschaftliche Entwicklung sowohl in Mecklenburg-Vorpommern als auch auf polnischer Seite", sagte Heiko Miraß (SPD) bereits am Mittwoch bei seiner Rückkehr.

© dpa-infocom, dpa:220922-99-860060/2

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