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Energie - Niederzier:Naturschützer fordern Stopp für Bagger am Hambacher Forst

Kerpen (dpa/lnw) - Naturschützer fordern erneut einen sofortigen Stopp für die Braunkohlebagger am Hambacher Forst. "Wir haben die Befürchtung, dass die wasserspeichernden Erdschichten angeschnitten und durch die Hintertür Fakten geschaffen werden", sagte Dirk Jansen vom Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) am Donnerstag in Kerpen. Bereits Mitte April hatten die Naturschützer Alarm geschlagen, seinerzeit hatten sie von einem Abstand der Bagger zum Wald von nur noch 150 Meter gesprochen. Mittlerweile seien es laut Jansen nur noch 100 Meter.

Die zuständige Bergbaubehörde Arnsberg müsse dem Energieversorger RWE als Betreiber endlich in Metern klare Grenzen setzen, damit das Vorantreiben der ersten Sohle am Hambacher Wald gestoppt werde, forderte Jansen. Eine Stellungnahme der Behörde war am Donnerstagabend nicht zu erhalten.

Der Hambacher Wald am Tagebau Garzweiler ist zum Symbol der Proteste für einen Ausstieg aus der Braunkohleförderung geworden. Am vergangenen Wochenende hatten Aktivisten der Protestbewegung "Ende Gelände" den Betrieb mit dem Eindringen in den Tagebau lahmgelegt.