Energie - Kassel:Mehr Holzdiebstähle in hessischen Wäldern

Energie - Kassel: Ein GPS-Sender für Holzbestände steht auf einem Buchenholzstamm bei Sterkelshausen. Foto: Swen Pförtner/dpa/Archivbild
Ein GPS-Sender für Holzbestände steht auf einem Buchenholzstamm bei Sterkelshausen. Foto: Swen Pförtner/dpa/Archivbild (Foto: dpa)

Direkt aus dem dpa-Newskanal

Kassel (dpa/lhe) - Während der Energiekrise wird aus den hessischen Wäldern mehr Holz gestohlen. Speziell in den vergangenen Wochen sei es vermehrt zu Holzdiebstählen gekommen - "auch im größeren Stil", berichtete die Sprecherin von "HessenForst", Michelle Sundermann. Zu genaueren Zahlen konnte der Landesbetrieb allerdings keine Angaben machen.

Sundermann empfiehlt Käuferinnen und Käufern daher, das erworbene Holz so schnell wie möglich aus dem Wald zu transportieren, um Holzdiebstähle zu vermeiden. Die hessischen Forstämter verfügten über GPS-Tracker, die bei Bedarf eingesetzt werden können, um zukünftige Diebstähle nachzuverfolgen, hieß es weiter.

In Deutschland darf grundsätzlich kein Holz aus dem Wald mitgenommen werden. Zum einen wäre das juristisch Diebstahl an dem Besitzer des Waldes. Zudem sei der Erhalt von Totholzvorräten wichtig, um die Biodiversität in den Wäldern zu sichern, so Sundermann.

Wer Brennholz legal aus dem Wald beziehen möchte, kann online bei "HessenForst" eine Kaufanfrage stellen. Die Nachfrage ist in diesem Jahr deutlich gestiegen: "Alle Kontingente, die wir online stellen, sind stets innerhalb von wenigen Tagen weg", berichtete Sundermann.

Wer jetzt aus Furcht vor hohen Energiepreisen Brennholz kauft, hat im bevorstehenden Winter aber noch nichts von der Alternative frisch aus dem Wald, gab Sundermann zu bedenken. "Es handelt sich bei dem Holz um Rohware, die vom Käufer erst gesägt, gespalten und getrocknet werden muss, bevor man sie, je nach Baumart, erst nach ein bis zwei Jahren verwenden kann."

© dpa-infocom, dpa:221004-99-995898/2

Zur SZ-Startseite

Lesen Sie mehr zum Thema