Energie - Cottbus:Weiter starke Nachfrage nach Kohlebriketts in Brandeburg

Direkt aus dem dpa-Newskanal

Cottbus/Spremberg (dpa/bb) - Mit Blick auf die Heizsaison und mögliche Engpässe in der Gaskrise ist die Nachfrage nach Briketts in Brandenburg nach Angaben des Energieunternehmens Leag weiter groß. Es werde mit allen verfügbaren Kapazitäten produziert, teilte Sprecher Thoralf Schirmer am Dienstag auf Nachfrage mit. "Dennoch lassen sich angesichts der für ein Sommerhalbjahr ungewöhnlich hohen Nachfrage Wartezeiten auf bereits bestellte Lieferungen nicht vermeiden", fügte er hinzu. Die Produktionsanlagen wurden von Mitte Juli bis Anfang August planmäßig gewartet und liefen auf Hochtouren. Zunächst hatte die "Märkische Allgemeine" berichtet.

Den gestiegenen Bedarf bemerken nach Leag-Angaben vor allem Baumärkte und Brennstoffhändler, weil ihre Bestände knapp werden und Nachschub oft nicht sofort lieferbar ist. Die Wartezeit könne mittlerweile bis zu acht Wochen betragen. Betroffen seien auch Industriebetriebe, die Veredlungsprodukte für ihre Produktionsprozesse brauchen. Den Transportunternehmen fehle teilweise das Personal, um den aktuellen Ansturm bewältigen und die Ware ausliefern zu können.

Nach Angaben des Unternehmens wollten vor allem Hauseigentümer für den Winter vorsorgen. Darunter seien nun neben den klassischen Brikettnutzern mit Ofenheizung auch viele hinzugekommen, die sich bislang auf ihre Gastherme oder die Ölheizung verlassen hätten, aber auch einen Kamin oder eine andere zusätzliche Feuerstelle hätten.

Der Veredlungsbetrieb der Leag produziert auch Braunkohlenstaub für industrielle Zwecke und mit der HPS GmbH am Standort Schwedt Holzpellets für private Heizanlagen und industrielle Großfeuerungsanlagen. Auch die Nachfrage nach diesen Produkten ist vor dem Hintergrund der Gaskrise den Angaben zufolge gestiegen.

© dpa-infocom, dpa:220823-99-488582/2

Zur SZ-Startseite

Lesen Sie mehr zum Thema