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Energie - Berlin:Mecklenburg-Vorpommern bei Energiewende zurückgefallen

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Berlin/Schwerin (dpa/mv) - Beim Umstieg auf erneuerbare Energien hat Mecklenburg-Vorpommern in den vergangenen zwei Jahren deutlich an Boden verloren. In einer Länder-Analyse, die am Mittwoch in Berlin veröffentlicht wurde, rutschte Mecklenburg-Vorpommern von Platz zwei im Jahr 2017 auf Platz fünf ab. Die Nase vorn haben demnach Schleswig-Holstein und Baden-Württemberg. Auf Platz drei und vier landeten Bayern und Thüringen.

Die Agentur für Erneuerbare Energien, das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) und das Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg haben für ihre Studie 61 Kriterien wie etwa Ökostrom-Anteil, Forschung und Patente, politische Ziele und Maßnahmen oder Arbeitsplätze in der Branche verglichen. Mecklenburg-Vorpommern hat im Ländervergleich die meisten Punkte eingebüßt. Es war seit 2008 der sechste Bundesländer-Vergleich in dieser Reihe.

Gut schneidet der Nordosten vor allem bei der Zahl der Unternehmen der Erneuerbaren-Energien-Branche, beim Umsatz dieser Branche und bei den Beschäftigten ab. Auch der hohe Anteil Ökostrom wird gelobt: Die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien überstieg 2017 den Strombedarf im Land um etwa 70 Prozent. Aktuellere Zahlen liegen noch nicht vor.

Schwächer als 2017 wurden hingegen die Anstrengungen zum technologischen und wirtschaftlichen Wandel bewertet. Kritikwürdig erscheint den Autoren der Studie dabei unter anderem der Stand der Förderung von Forschung und Entwicklung der erneuerbaren Energien. Auch die geringe Zahl von Elektroautos wird als Problem benannt.

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