GerichtsverfahrenMusk muss um 100-Milliarden-Dollar-Aktienpaket bangen

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Elon Musk, Multi-Unternehmer, Multimilliardär und Trump-Freund.
Elon Musk, Multi-Unternehmer, Multimilliardär und Trump-Freund. Kevin Lamarque/REUTERS
  • Ein Kleinaktionär klagt gegen ein 100-Milliarden-Dollar-Aktienpaket für Elon Musk, das Tesla 2018 bewilligt hatte.
  • Eine Richterin erklärte Anfang letzten Jahres die Zuteilung für unrechtmäßig, da Musk zu viel Einfluss auf den Verwaltungsrat gehabt habe.
  • Tesla verschärfte daraufhin die Bedingungen für Aktionärsklagen und verlegte seinen Sitz nach Texas, ging aber in Delaware in Berufung gegen das Urteil.
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Ein Kleinaktionär bringt Tesla-Chef Elon Musk mit einer Klage womöglich um ein Aktienpaket, mit dem er entlohnt werden sollte. Musk reagiert und verschärft die Bedingungen drastisch, unter denen künftig Klagen möglich sind.

Der Unternehmer und Multimilliardär Elon Musk hat die Voraussetzungen, unter denen er von Tesla-Aktionären verklagt werden kann, drastisch verschärft. Grund ist die Klage eines Kleinaktionärs, durch die Musk Tesla-Aktien im Wert von etwa 100 Milliarden Dollar entgehen könnten. Sein 2018 bewilligtes Vergütungspaket sah vor, dass Musk die gut 300 Millionen Aktien nach und nach zum Preis von 2018 erwerben dürfe, vorausgesetzt, die Firma würde in einem Zeitraum von bis zu zehn Jahren hochgesteckte Ziele erfüllen.

Tesla knackte die Zielmarken sogar deutlich schneller. Das Paket ist zum aktuellen Kurs mehr als 100 Milliarden Dollar wert. Nachdem ein Kleinaktionär vor Gericht das milliardenschwere Aktienpaket für Musk vor Gericht angefochten hatte, änderte Tesla zwar die Satzung. Künftig dürfen nur Aktionäre mit einer Beteiligung von mindestens drei Prozent Klagen gegen Manager oder Verwaltungsratsmitglieder im Interesse des Unternehmens einreichen. Tesla macht damit Gebrauch von einer Gesetzesänderung in Texas, wo der Konzern inzwischen seinen Sitz hat.

Der Kleinaktionär, der lediglich neun Tesla-Aktien besitzt, hatte jedoch am damaligen Tesla-Sitz im Bundesstaat Delaware gegen die Vergütung geklagt. Und eine Richterin entschied Anfang 2024, dass die Zuteilung des Pakets nicht rechtens gewesen sei. Musk habe bei Verhandlungen mit dem Verwaltungsrat des Elektroauto-Herstellers zu viel Einfluss im Hintergrund gehabt – den Anteilseignern sei dies verschwiegen worden, argumentierte sie. Nach der Satzungsänderung müssen Aktionäre für Klagen mindestens drei Prozent an Tesla halten, das entspricht aktuell rund 97 Millionen Aktien im Wert von 34 Milliarden Dollar.

Eine ungewöhnliche Wendung bekam der Fall, nachdem die Tesla-Aktionäre bei einer Hauptversammlung im Juni 2024 das Paket noch einmal billigten – diesmal offensichtlich mit mehr Informationen allein schon durch den aufsehenerregenden Prozess. Die Richterin blieb jedoch bei ihrer Ablehnung. Tesla ging in Delaware in Berufung – denn auf das Verfahren zu den 300 Millionen Aktien hat der Umzug nach Texas im Sommer 2024 keinen Einfluss.

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