Die Lüftung summt. In der Mitte des fensterlosen weißen Raums ist eine Apparatur aufgebaut. Eine Kamera mit Objektiv ist zu erkennen, ein großer Laser, diverse andere Teile sowie sehr viele Kabel. Herzstück ist eine Metallkiste, in die ein grünes Kabel führt. „Da drin sind zehn Ionen“, sagt Michael Johanning. „Wir haben die im Vakuum gefangen und bringen denen das Rechnen bei.“ Der 53-jährige Physiker ist Mitgründer und Technikvorstand des Quantencomputer-Start-ups Eleqtron. Der Apparat ist einer von drei Quantencomputern, die gut abgeschirmt im Keller der Firmenzentrale im nordrhein-westfälischen Siegen stehen.
TechnologieWenn Atome tanzen
Lesezeit: 4 Min.

Ein Eleqtron-Beschäftigter arbeitet am Kühlgerät eines Quantencomputers.
Christoph Georges/EleqtronUS-Konzerne investieren Milliarden in die Entwicklung von Quantencomputern. Doch auch im beschaulichen Siegen baut eine junge Firma diese neuartigen Rechner. Der Weg zu alltagstauglichen Geräten ist noch weit – trotz enormer Fortschritte.
Von Björn Finke, Siegen
