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Elektromobilität:Der kurze Weg vom Staubsauger zum Elektroauto

Sir James Dyson Photoshoot at his Malmesbury offices, Wiltshire, Britain - 11 Mar 2010

In der Dyson-Zentrale in England steht ein halbiertes Mini-Modell: ein Auto, das James Dyson - hier auf dem Rücksitz - als Designklassiker ansieht.

(Foto: action press)
  • Der Gründer des britischen Dyson-Konzerns investiert 2,3 Milliarden Euro in die Entwicklung eines Elektroautos.
  • Ihm kommt zupass, dass Elektroautos weit einfacher zu bauen sind als herkömmliche Wagen.
  • Schon die Haushaltsgeräte der Firma werden von selbst entwickelten Elektromotoren betrieben - warum also nicht auch ein Auto?

Am Eingang links sind Föhne zu sehen, rechts die Ventilatoren. Kunden können sie ausprobieren. Hinten an der Wand hängen schnurlose Staubsauger, vor ihnen fährt ein Saugroboter über den Boden. Im Dyson-Shop an der Oxford Street, der Einkaufshölle in London, präsentiert das britische Unternehmen seine Geräte wie in einem Design-Museum. Der Laden ist aber recht klein, weswegen der Konzern Probleme haben dürfte, dort in drei Jahren sein neuestes Produkt unterzubringen: ein Elektroauto. Die Pläne dafür stellte Firmengründer James Dyson nun vor, in den Büros über der Filiale.

Der Konzern, bekannt für beutellose Staubsauger und ohrenbetäubend laute Händetrockner, will 2020 ein Elektrofahrzeug auf den Markt bringen. Erfinder James Dyson - Sir James, seit er 2007 zum Ritter geschlagen wurde - investiert zwei Milliarden Pfund, also 2,3 Milliarden Euro, in das Projekt; mehr als 400 Ingenieure sind schon mit der Entwicklung betraut. Dyson räumt allerdings ein, dass es schwierig sein werde, mit dem Wagen Geld zu verdienen. "Der Markt ist gerammelt voll", sagt er. Aber wenn die angebotene Technologie besser sei als die der Rivalen, werde das Auto Gewinne erzielen.

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Dyson will "radikal" anderes Elektroauto bauen

Das britische Unternehmen ist bislang vor allem für seine beutellosen Staubsauger bekannt. Nun will Gründer James Dyson Milliarden in E-Autos investieren.   Von Björn Finke

Voll wird der Markt für Elektroflitzer in der Tat sein. Immer mehr Autohersteller bieten bereits Elektromodelle an, zum Beispiel BMW, Renault und Nissan. Die anderen Konzerne versprechen, bald nachzuziehen. Und der Angreifer Tesla aus Kalifornien baut neben seinen teuren Strom-Sportwagen nun auch Mittelklassewagen. Zudem arbeiten die US-Konzerne Apple und Google an Technologien für selbstfahrende Elektro-Autos.

Noch ist der Marktanteil der leisen, umweltfreundlichen Stromer klein, liegt in Deutschland bei den Neuzulassungen unter einem Prozent. Die Autofirmen schätzen jedoch, dass er in den kommenden Jahren rasant steigen wird, allein schon, weil Regierungen weltweit den Wechsel hin zu Elektromodellen fördern, der Luftqualität in den Städten zuliebe. Auf dem Weg in die Elektrowelt gibt es allerdings manche Hindernisse zu überwinden, etwa bei der Reichweite der Fahrzeuge. Ein Netz an Aufladestationen fehlt gleichfalls.

Milliardär James Dyson sieht die Reichweite der Batterien als größte Herausforderung an. Er setzt aber darauf, dass sein Wagen die Modelle etablierter Autokonzerne bei der Leistung des Motors und der Batterien abhängen werde. Die Haushaltsgeräte der Firma werden von selbst entwickelten Elektromotoren angetrieben - nun sollen Dyson-Antriebe ein Auto vorwärts bewegen. Der Motor für den Wagen sei bereits fertig, sagt Dyson. Zudem forscht das Unternehmen, das immer noch dem Gründer und seiner Familie gehört, seit zwei Jahrzehnten an Batterietechnik. Schließlich sind auch die schnurlosen Sauger auf gute Stromspeicher angewiesen.