MeinungSteuerlastCarsten Linnemanns Steuerplan zeugt von intellektueller Armut

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Kommentar von Claus Hulverscheidt

Lesezeit: 2 Min.

Der CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann will die Schwelle für den Spitzensteuersatz nach oben verschieben.
Der CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann will die Schwelle für den Spitzensteuersatz nach oben verschieben. Patrick Pleul/Patrick Pleul/dpa

Der Vorschlag des CDU-Generalsekretärs, den Spitzensteuersatz erst oberhalb eines Jahreseinkommens von gut 80 000 Euro greifen zu lassen, ist überfällig. Doch die Debatte um Steuererleichterungen dreht sich wieder einmal ums Kleinklein.

Um es kurz zu machen: Carsten Linnemann hat recht. Wenn gut verdienende Facharbeiter Teile ihres Einkommens ähnlich hoch versteuern müssen wie Popstars, Konzernchefs und Fußballmillionäre, dann stimmt etwas nicht im System. Noch in den 50er-Jahren musste man das 17-Fache des Durchschnittsgehalts verdienen, um mit dem Spitzensteuersatz in Berührung zu kommen. Heute reicht dafür das anderthalbfache Einkommen. Der Vorschlag des CDU-Generalsekretärs, den Spitzensatz statt bei knapp 70 000 Euro wie heute erst oberhalb eines Jahreseinkommens von gut 80 000 Euro greifen zu lassen, ist deshalb so folgerichtig wie überfällig.

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