Um es kurz zu machen: Carsten Linnemann hat recht. Wenn gut verdienende Facharbeiter Teile ihres Einkommens ähnlich hoch versteuern müssen wie Popstars, Konzernchefs und Fußballmillionäre, dann stimmt etwas nicht im System. Noch in den 50er-Jahren musste man das 17-Fache des Durchschnittsgehalts verdienen, um mit dem Spitzensteuersatz in Berührung zu kommen. Heute reicht dafür das anderthalbfache Einkommen. Der Vorschlag des CDU-Generalsekretärs, den Spitzensatz statt bei knapp 70 000 Euro wie heute erst oberhalb eines Jahreseinkommens von gut 80 000 Euro greifen zu lassen, ist deshalb so folgerichtig wie überfällig.
MeinungSteuerlastCarsten Linnemanns Steuerplan zeugt von intellektueller Armut

Kommentar von Claus Hulverscheidt
Lesezeit: 2 Min.

Der Vorschlag des CDU-Generalsekretärs, den Spitzensteuersatz erst oberhalb eines Jahreseinkommens von gut 80 000 Euro greifen zu lassen, ist überfällig. Doch die Debatte um Steuererleichterungen dreht sich wieder einmal ums Kleinklein.