Wer als Single in Deutschland mehr als 100 000 Euro im Jahr verdient, der ist zu Recht stinksauer. Denn er oder sie zahlt jeden Monat fast 2000 Euro an Steuern und noch einmal mehr als 1500 Euro an Sozialabgaben und bekommt dafür immer weniger geboten. Die Brücken, über die er oder sie zur Arbeit fährt, sind marode. Die Straßenbahn, die man alternativ nehmen könnte, fällt wegen Personalmangels aus. Und den Kardiologen-Termin, den man so dringend braucht, gibt es erst in ein paar Monaten. Der Grund ist eigentlich immer der gleiche: Es fehlt am Geld.
MeinungEinkommensteuerSpitzenverdiener noch mehr belasten? Das ist Irrsinn
Essay von Nils Heck
Lesezeit: 6 Min.

Spitzenverdiener zahlen jeden Monat Tausende Euro für einen zunehmend maroden Staat. Die Politik muss sie endlich entlasten – und sich das Geld bei den wirklich Reichen holen.