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Schuldenschnitt:Solarworld-Gläubiger müssen hohe Verluste hinnehmen

Luft zum Atmen für den verschuldeten Konzern: Solarworld hat sich mit seinen Gläubigern auf einen Schuldenschnitt geeinigt. Die Geldgeber müssen nun auf viel Geld verzichten.

Das finanziell schwer angeschlagene Unternehmen Solarworld hat eine Einigung mit seinen Gläubigern erzielt. Vorgesehen sei ein Schuldenschnitt, durch den die langfristigen Verbindlichkeiten um etwa 60 Prozent verringert werden, teilte das Unternehmen mit.

Außerdem sollen die Gläubiger im Rahmen eines Kapitalschnitts zu Aktionären des Unternehmens werden. Die zuständigen Gremien müssen der Einigung noch zustimmen.

Solarworld war einst ein Aushängeschild der deutschen Solarindustrie. Doch die gesamte Branche steckt in der Krise, unter anderem wegen Billig-Konkurrenz aus China.

Solarworld kämpft ums finanzielle Überleben. Vor kurzem hatte das Unternehmen mitgeteilt, dass das Kapital der Aktionäre komplett verloren ist.

© SZ.de/dpa/bbr
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