Das Wachstum der US-Wirtschaft ist zu Jahresbeginn heftig eingebrochen - weil es so verdammt kalt war. Das Bruttoinlandsprodukt legte in den Monaten Januar bis März aufs Jahr hochgerechnet nur noch um 0,1 Prozent zu, wie aus den neuesten Daten des Handelsministeriums hervorgeht.
Das ist das schwächste Wachstum seit Ende 2012. Im vierten Quartal 2013 war der Zuwachs mit 2,6 Prozent noch wesentlich stärker gewesen.
Als wichtigster Grund für den Einbruch gilt die Kältewelle zu Jahresbeginn. Sie brach jahrzehntealte Minusrekorde und lähmte Teile des öffentlichen Lebens. Sie setzte insbesondere der Baubranche zu. Der Handel lief im Winter nicht mehr so gut, weil sich wegen der Kältewelle die Güter in den Häfen stapelten. Exporte schrumpften um 7,6 Prozent, Importe um 1,4 Prozent. Außerdem dämpfte der Winter die Konsumlaune der Verbraucher etwas.
Zudem hat die US-Notenbank Fed zu Jahresbeginn damit begonnen, ihre milliardenschweren Geldspritzen zu drosseln. Der Konjunktureinbruch dürfte den Notenbankern nun äußerst ungelegen kommen. Für den am Mittwochabend europäischer Zeit anstehenden Zinsentscheid wurde eine weitere Verringerung der monatlichen Konjunkturhilfen erwartet, und zwar um 10 auf 45 Milliarden Dollar. Wenn die Fed so viel Geld aus dem System nimmt, könnte das die Zuversicht vieler Investoren und Unternehmen noch weiter sinken.
