Debatte um ArbeitszeitWas eine Reform des Ehegattensplittings wirklich bringt

Lesezeit: 6 Min.

Collage: Felix Hunger; imago-images

SPD-Chef Lars Klingbeil will das Ehegattensplitting reformieren, auch die OECD empfiehlt, es abzuschaffen. Die Hoffnung: Viele Frauen würden dann mehr arbeiten. Doch stimmt das wirklich?

Von Kerstin Bund und Anna Lea Jakobs

Das Ehegattensplitting wurde eingeführt, als der Kanzler noch Konrad Adenauer hieß. 1958 war das, nachdem das Bundesverfassungsgericht geurteilt hatte, dass Eheleute nicht nachteilhaft besteuert werden dürfen. Die Adenauer-Regierung dachte sich daraufhin das Ehegattensplitting aus, pries es als Familienförderung an. Seitdem hat sich viel verändert, nur das Steuermodell hat sich über die Jahrzehnte gehalten. Als feste Größe im deutschen Steuerrecht, hochsensibel und politisch unantastbar. Doch jetzt, 68 Jahre später, könnte diese Regelung fallen.

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