bedeckt München 22°
vgwortpixel

Drogeriekönig Dirk Roßmann:Auf den Baum, auf die Barrikaden!

Dirk Rossmann GmbH - Jahreszahlen

"Ich habe tausend Dinge gleichzeitig gemacht und mich dabei völlig übernommen": Mitte der Neunziger erlitt Dirk Roßmann einen Herzinfarkt - eine Zäsur, persönlich wie beruflich.

(Foto: dpa)

Weil er beim Wehrdienst rebellierte, steckten sie ihn in die Psychiatrie. Später revolutionierte Dirk Roßmann den Drogeriehandel. Von einem, der nicht still sein will - und andere Unternehmer aufruft, es ihm gleich zu tun.

Natürlich kommt man nicht umhin, die Sache mit der Psychiatrie zu erzählen. Es war 1965 und Dirk Roßmann hielt nicht viel vom Grundwehrdienst, den er absolvieren sollte. Also weigerte er sich Befehle entgegenzunehmen. Monatelang. Wenn er zum Appell antreten sollte, blieb er einfach im Bett. Wenn er seine Waffe laden sollte, teilte er mit, er wisse nicht, wie das gehe und er habe auch nicht vor, es herauszufinden. Roßmann bekam alle erdenklichen Strafdienste, es änderte nichts. Es ging so lange, bis die Bundeswehr ihn in die Psychiatrie steckte. Vier Wochen verbrachte Roßmann dort, dann wurde seine uneingeschränkte Zurechnungsfähigkeit festgestellt. Er musste zurück zur Bundeswehr. Dort machte er weiter, wie er aufgehört hatte: Er stieg 20 Meter hoch auf eine Eiche - als Zeichen des Widerstands.

SZPlus
SZ-Plus-Abonnenten lesen auch:
Teaser image
Montagsinterview
"Es stehen alle unter einem wahnsinnigen Druck"
Teaser image
Paartherapeut im Interview
"Wenn die Liebe anfängt, wird es langweilig"
Teaser image
US-Psychologe im Interview
"Bei Liebeskummer ist Hoffnung nicht hilfreich"
Teaser image
Tinnitus
"Der Arzt sagte, damit müsse ich jetzt leben"
Teaser image
Narzissmus
"Er dressierte mich wie einen Hund"