Divestment "Ein Nullsummenspiel"

Eine Bewegung will, dass Anleger ihr Geld aus umweltschädlichen Kohle-und Ölgeschäften abziehen. Das beeindruckt den Kapitalmarkt allerdings wenig.

Von Caspar Dohmen, Frankfurt

Damit die Fondsgesellschaft Deka kein Geld mehr in Rüstung und Kohle investiert, sollen Sparkassenkunden Druck ausüben - das zumindest hätte die NGO Urgewald gern. Sie hat eine Aktion gestartet: Kunden sollen bei ihrer Filiale protestieren.

Besonders im Kampf gegen die Klimaerwärmung setzen Aktivisten auf die Idee des Divestments, und die ist theoretisch bestechend: Anleger verkaufen Aktien von Brennstoffunternehmen und setzen sie so unter Veränderungsdruck. Eine weltweite Bewegung ist in den vergangenen acht Jahren entstanden: Zehntausende Privatpersonen und fast 700 Institutionen ...