Süddeutsche Zeitung

DIHK-Prognose:Arbeitslosigkeit fällt auf 18-Jahres-Tief

Der deutsche Arbeitsmarkt straft alle Pessimisten Lügen. Trotz der erst kürzlich überwundenen Finanzkrise könnte die Zahl der Arbeitslosen im Jahresmittel auf den tiefsten Stand seit 1992 fallen.

Es klingt fast zu gut, um wahr zu sein: Es ist noch nicht lange her, da rechneten viele Experten mit einem Einbruch am Arbeitsmarkt als Folge der Finanz- und Wirtschaftskrise. Doch nun erwartet der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) einem Zeitungsbericht zufolge, dass die Arbeitslosigkeit in diesem Jahr auf einen der niedrigsten Stände seit fast 20 Jahren fällt.

Laut der jüngsten DIHK-Konjunkturprognose würden im Durchschnitt dieses Jahres noch etwa 3,2 Millionen Menschen ohne Arbeit sein, berichtet die Berliner Zeitung. Dies seien mehr als eine Viertelmillion weniger als 2009.

Job-Motor Mittelstand

"Die Zahl der Erwerbslosen fällt damit auf den niedrigsten Stand seit 1992", sagte DIHK-Präsident Hans Heinrich Driftmann dem Blatt, "und das im ersten Jahr nach der schwersten Wirtschaftskrise seit 1929."

Driftmann verwies darauf, dass vor fünf Jahren noch über 1,6 Millionen Menschen mehr ohne Arbeit waren. Der DIHK rechnet dem Bericht zufolge mit einem Anstieg der Erwerbstätigenzahl in der zweiten Jahreshälfte um rund 100.000.

Das Plus an Arbeitsplätzen komme hauptsächlich aus dem Mittelstand. Vor allem Dienstleister würden zusätzlich Personal einstellen wollen. Bei den Industrieunternehmen sei der Job-Abbau dagegen weitestgehend gestoppt.

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sueddeutsche.de/AFP/pak
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